Die Tatsache, dass das Web 2.0 interessante Möglichkeiten für Recruiting und Personalmarketing bietet, hat inzwischen viele HR-Abteilungen erreicht. Trotzdem zögern manche Unternehmen noch, die neuen Dialogmedien zur Personalgewinnung zu nutzen. Der Grund liegt darin, dass viele Personalverantwortliche Erfahrungswerte und konkrete Handlungsempfehlungen vermissen. Um diese Wissenslücke zu schließen, veranstalten wir (dieatenta Personalberatung) gemeinsam mit den Organisatoren der HR-Konferenzreihe Personal|inform am 19. und 20. 10.2010 die Social Media Recruiting Conference im Steigenberger Hotel in Hamburg.
Die Social Media Recruiting Conference 2010 präsentiert nicht nur Trends und Technologien, sondern lässt auch Verantwortliche aus jenen Unternehmen zu Wort kommen, die als Pioniere schon Erfahrungen mit Personalmarketing und Recruiting in den sozialen Medien gesammelt haben. In einer Mischung aus Grundlagenvorträgen und Best Practice Cases wird hier die Personalarbeit mit dem Web 2.0 geschildert, Erfolge definiert und kritische Punkte benannt. In den optionalen Intensivseminaren am zweiten Konferenztag werden die neu gewonnen Erkenntnisse weiter vertieft und konkrete Antworten auf die Fragen der Teilnehmer erarbeitet. Hier das Programm im Einzelnen:
Gestern Abend waren wir auf dem Twestival Hamburg, Hamburgs erstem Twitter Festival. Das Twestival ist eine weltweite Wohltätigkeitsaktion, die von Nutzern des Webkurznachrichtendienstes twitter.com ins Leben gerufen wurde. Wer Twitter noch nicht kennt, kann als Einführung unseren Artikel “Personalsuche mit Twitter” lesen.
Bild von @watchkoma & @zeniscalm
Der Twestival-Abend in Hamburg fand ab 19:00 Uhr in der Koppel 66 an der Langen Reihe statt. Der Eintritt in Höhe von 5,- € , die Hälfte der Getränkeerlöse sowie die Einnahmen aus den Losverkäufen gingen an die Wohltätigkeitsorganisation charity:water, die sich für eine Verbesserung der Wasserversorgung für die weltweit 1,1 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt.
Zu Beginn der Veranstaltung standen nur vereinzelte Grüppchen im Foyer der Koppel 66. Während die Organisatoren noch schnell die Musikanlage anschlossen und den Twestival Hamburg Account @twestivalhh einrichteten, kamen aber nach und nach immer mehr Twitter-Enthusiasten und die Stimmung wurde deutlich angeregter. Im Laufe des Abends stieg die Teilnehmerzahl dann auf über 60 Personen. Neben den obligatorischen Themen, wer unter welchem Namen zu welchen Themen tweetet, gab es auch viele interessante Gespräche rund um Web 2.0 und Social Networking, so dass der Abend erst kurz nach Mitternacht endete.
Das Twestival fand gestern in über 175 Städten weltweit statt, wobei die Teilnehmer per Twitter und Video-Streaming live über ihre Veranstaltungen berichteten:
Diese Karte zeigt alle Städte die beim Twestival mitgemacht haben.
Sämtliche Twestivals weltweit wurden mit einer Vorlaufzeit von nicht mehr als zwei bis vier Wochen von Freiwilligen aus den “örtlichen” Twitter-Communities organisiert. Das ist ein beeindruckendes Beispiel für die Wirkungskraft internationaler webbasierter sozialer Netzwerke.
In diesem Jungferneintrag wollen wir das Wollmilchsau-Blog direkt auf einen informativen Kurs lenken und für die Zukunft eine anspruchsvollere Fahrrinne abstecken. Unsere erste Reise führt uns in die Online-Personalmarketing-Gefilde des Maschinenbaus.
Im Juli haben wir 833 Maschinenbauunternehmen auf das Vorhandensein einer Unternehmenswebsite sowie die Einbindung einer Stellenrubrik untersucht. Die Analyse umfasst sämtliche Mittelstandsunternehmen der Metropolregion Hamburg aus fünf Maschinenbau-Sparten. Ziel war es herauszufinden, wie es im Zeitalter des E-Recruiting um das Online-Personalmarketing dieser innovativen, aber vom Fachkräftemangel gebeutelten Branche bestellt ist.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema für den Großteil der Beteiligten noch ein weißer Fleck auf der Bewußtseins-Landkarte der Marketing-Möglichkeiten ist, den es erst noch zu kartographieren gilt. So verfügen lediglich 71 Prozent der Unternehmen zum Untersuchungszeitpunkt überhaupt über einen eigenen Webauftritt. Und nur 28% Prozent dieser Betriebe haben bereits eine Stellenrubrik in ihre Website eingebunden, wobei zwischen den einzelnen Sparten noch beträchtliche Unterschiede auftreten.
Fazit: Im Hinblick auf Employer Branding besteht bei den Maschinenbauern noch viel Entdeckungspotenzial.
Wer Interesse an detailierten Zahlen hat, kann sich das achtseitige PDF „Online-Personalmarketing im Maschinenbau“ kostenfrei herunterladen. Es enthält alle Ergebnisse nach Unternehmensgrößen und Sparten aufgegliedert und grafisch veranschaulicht.
Ihren Heimathafen hat die Studie hier. Auf Eure Meinungen und Erfahrungen mit anderen Branchen freuen wir uns.
Meinungen