

Immer mehr Menschen erkennen die Bedeutung ihrer Online-Reputation und prüfen regelmäßig ihren “digitalen Fußabdruck”. Wir haben die Personensuchmaschinen yasni.de, 123people.de und pipl.com auf Funktionalität und Ergebnisfülle getestet.
Hier die Resultate im Überblick:
Bereits der erste Blick zeigt, das keine der Personensuchmaschinen das Rennen klar für sich entscheiden kann, geschweige denn alle getesteten Funktionen unterstützt!
123people siegt knapp nach Punkten. Dieser Zittersieg ist allerdings kein Grund zum Ausruhen, solange keine Sucheingrenzung durch Stichwort- oder Ortseingabe angeboten wird.
Yasni punktet mit der Eingrenzungsoption via Stichwortsuche und mit der Möglichkeit, die eigene Online-Reputation zu managen, indem man Treffer als “sein Eigen” anerkennt. Wünschenswert ist etwas mehr Aufmerksamkeit für die Blog- und die Microblogsuche.
Pipl bietet als einzige Suchmaschine die Möglichkeit zur Ortseinschränkung und präsentiert am Ende seiner Ergebnisliste Alternativschreibweisen des Namens und Nutzernamens für die weitere Suche. Das eine amerikanische Suchmaschine LinkedIn nicht durchsucht, überrascht allerdings weniger positiv.
Nach diesen Feststellungen haben wir abschließend noch einen Vergleich mit Google gemacht, wo wir den Namen (“Vorname Nachname”) und ein weiteres Stichwort eingegeben haben. Die Ergebnismenge und -präzision bestärken den Eindruck, dass die Personensuchmaschinen noch viel Entwicklungsarbeit vor sich haben.
“Spyware” – Vorschaubild von sophos











Natürlich freuen wir uns über Vergleichs-Tests. Allerdings ist es doch sehr unverständlich, dass die bei Yasni in der Tat vorhandene Suche/Anzeige von Twitter (Twitter-Nutzernamen UND Tweeds), Blogs (via Google Blogs, Technorati, Bloglines), ICQ und auch Telefonnummern (aus Aktualitätsgründen allerdings als Anzeige von Ort und Verlinkung direkt auf den Telefonbucheintrag bei 11880.com) nicht entdeckt wurden. Ein Versehen (yasni zeigt niemals “0er”-Ergebnisse an daher kommen diese Ergebnisse nur bei Namen, die auch ein Ergebnis dazu haben)?
Hallo Steffen,
ein Versehen ist es insofern, als es nicht meine Absicht war yasni Funktionen abzusprechen, die unterstützt werden. Die Tatsache, das Yasni gewisse Funktionen nicht darstellt wenn die Suche ergebnislos verläuft, erleichtert die Sache allerdings nicht gerade. Darüber hinaus habe ich meinen Vergleich auf die Ergebnisse gestützt, die man ohne Registrierung bzw. Login erhält. Bei den Blogs zielte meine Kritik darauf, dass die Gesamtheit der Blogs nicht in einer separaten Kategorie abgebildet, sondern zwischen anderen Webergebnissen dargestellt werden. Für die Micro-Blogs, die ich zugegebenermaßen übersehen habe, wäre eine übersichtliche separate Darstellung ebenfalls wünschenswert. Eine klare Gliederung in verschiedene Informationsblöcke erleichtert die Wahrnehmung der unterstützten Funktionen.
Gruß Jan
Hallo Jan,
mir ist ja klar, dass das ein Versehen war – schließlich hast Du ja in Deinem Yasni-Profil sogar das von Yasni gefundene Twitter-Profil drin …
Zur Kategire “Blog”: wir haben uns bewusst gegen eine technische Darstellung á la “Blogs”, “IMs”, “SNs” usw. entschieden sondern FÜR eine Kategorisierung nach “Privat”, “Beruflich” usw.
Warum?
Unsere Zielgruppe gehört überwiegend NICHT zu den Digital Natives, ist 30-50 Jahre als, durchaus gebildet und einkommensstark aber kein typischer “Web 2.0er”.
Auf deutsch: für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland sind SN und Blog Fremdwörter und wir möchten verständlich und praktisch sein.
Ist nicht auch für einen Personaler die Unterscheidung privat/beruflich deutlich hilfreicher?
Hallo Steffen,
eine für die Zielgruppe verständliche Darstellung und Bedienung sind der Kern einer jeden erfolgreichen Web-Anwendung, insofern verstehe ich Eure Entscheidung gegen eine technische Darstellung.
Da ich als Personalberater der Kategorie “Recruiter 2.0″ angehöre, messe ich der Unterscheidung privat/beruflich eine eher geringe Bedeutung bei. Ich möchte mir nach Möglichkeit ein ganzheitliches Bild machen, weshalb mich alle Information gleichermaßen interessieren, die mir dabei helfen, die im Fokus meiner Aufmerksamkeit stehende Person einzuschätzen. Dies gilt umso mehr, seit sich in vielen sozialen Netzwerken die klare Trennung der beruflichen und privaten Aktivitäten auflöst. Besonders deutlich zu erkennen am Beispiel von Twitter (um 8:00: “Heute mal wieder Marmeladentoast zum Frühstück.” um 11:30: “Kunde war von der Präsentation begeistert, wünscht sich aber weitere Informationen”)
yourtraces.com zeigt beispielhaft, wie das Internet gezielt genutzt werden kann, um Informationen über Personen zu finden. Feedback, Kritik und Verbesserungsvorschläge sind ausdrücklich erwünscht.
Bei Yasni werden zwar durch das Einblenden einer Navigation mit Seitenzahlen weitere Suchergebnisse angedeutet, nur werden diese nicht dargestellt sondern man wird zur Eingabe der eigenen E-Mail Adresse aufgefordert. Das ist in den anderen Diensten besser gelöst. Andererseits liefert meiner Meinung nach Google noch die besten Ergebnisse und zwar wenn man “Vor -und Zunamen” in Ausrufezeichen setzt.
Hallo Dennis,
natürlich muss yasni auch irgendwie Geld verdienen und das machen wir halt nicht – wie fälschlicherweise oft vermutet – mit Werbung. Man kann alle Suchergebnisse auch sofort erhalten, wenn man unseren neuen PremiumCheck (yasni.de/premiumcheck) bucht.
Google allein kann schon rein theoretisch keine besseren Ergebnisse liefern, da yasni alle großen Suchmaschinen in seine Ergebnisse einbezieht (quasi als Metasuchmaschine).
Zudem gibt es nun eine richtige Personensuche unter yasni.de/search, bei der man u.a. auch nach Experten für Registrierkassen suchen kann …
Sicher, die Werbung schaltet ihr natürlich für lau und Metasuchmaschinen haben sich gegenüber Google natürlich auch schon durchgesetzt.