Offene Informationsverbreitung vs. geschlossene Jobbörsen

Joker kommt... Google Buzz

An der einen oder anderen Stelle haben wir uns bereits als Gegner von geschlossenen Jobbörsen (geschlossene Datenbanken – durchsuchbar nur über das eigene Suchsystem) deutlich zu erkennen gegeben. Als Argument dient uns dabei in erster Linie der zeitliche Mehraufwand der Nutzer, also der Stellenanbieter und der Stellensuchenden. Wieviel Zeit muss ein Stellenanbieter heute investieren, um mit seiner Anzeige eine möglichst große Reichweite zu erzielen?! Und wieviel Zeit muss ein Stellensuchender auf der anderen Seite aufbringen, um möglichst viele relevante Stellenanzeigen aufzuspüren und eine möglichst hohe Reichweite für sein Stellengesuch/Profil zu erreichen.

Sagen wir mal, von den über 1000 Stellenbörsen in Deutschland kommen für Sie, ob Stellenanbieter oder Stellensuchender, in einem konkreten Fall nur 1% in Frage. Sie sind mit Sicherheit mindestens einen Tag damit beschäftigt, sie zu finden und alle Informationen einzupflegen. Trotz dieses immensen Zeitaufwands können Sie nicht einmal sicher sein, die richtige Wahl getroffen zu haben. Es kommt durchaus regelmäßig vor, dass Ihre Zielgruppe auf keine der gewählten Plattformen zugreift.

Wäre es nicht toll, wenn man stattdessen die Gewissheit hätte, dass unabhängig davon, wo man eine Information (Stellenangebot/-Gesuch/Profil) im Netz hinterlässt, diese über ein x-beliebiges Suchsystem gefunden werden kann? Unabhängig von der Suchmaschinen-Vorliebe des Nutzers! Das wird irgendwann kommen… . Dank den aktuellen Trends, Microblogging und Echt-Zeit Suche, können wir heute schon erahnen, wo die Reise hingeht und von den schon bestehenden Möglichkeiten profitieren.

Experiment: Wir haben einen kleinen Versuch unternommen und überprüft, wo sich bei Twitter veröffentlichte Informationen überall wiederfinden. Natürlich setzen wir auf eine Stellenanzeige als Versuchskaninchen. Es handelt sich dabei um eine Informatiker-Ausbildungsstelle in der Schweiz, die vorgestern bei Twitter veröffentlicht wurde.

twitter-sttellenangebot

Zur Veranschaulichung folgt nun ein kleiner Auszug aus einer langen Liste von Suchmaschinen, über die diese Anzeige gefunden werden konnte.

google.de

google

bingtweets.com

bingtweets

collecta.com

collecta

socialmention.com

socialmention

twingly.com

twingly

topsy.com

topsy

itpints.com

itpints

yauba.com

yauba

stinkyteddy.com

stinkyteddy

network - Vorschaubild



herausgegeben von Jan Kirchner atentaLinkedinLinkedinFacebookTwitter & Alexander Fedossov atentaLinkedinLinkedinFacebookTwitter Twitter RSS!
Beitreiber einer auf Online-Recruiting spezialisierten Personalberatung und einer Jobsuchmaschine

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3 Kommentare zu dem Artikel “Offene Informationsverbreitung vs. geschlossene Jobbörsen”

  1. StrangerliNo Gravatar sagt:

    geschlossene Jobbörsen sind geschlossen weil sie damit Geld verdienen wollen. Jede dieser Seiten möchten einen Vorteil gegenüber dem anderen haben und zu diesen 1% von 1000 Stellenbörsen gehören.

    Firmen, die neu in dem Gefilde der Stellenbörsen sind haben mit Sicherheit Probleme sich die passende Stellenbörse auszusuchen, Erfahrene sind natürlich dann Stammkunden. Letztendlich gibt es dann noch die Agenturen, die mit jahrelanger Erfahrung wissen wo man mit Erfolg schalten kann und wo nicht.

  2. @Strangeli: Mit dem Geld verdienen hast Du sicherlich recht. Ob das Geschäftsmodell in der heutige Form noch lange bestand haben wird, wage ich zu bezweifeln. Wir beobachten gerade in anderen Bereichen der Wirtschaft, was es bedeutet, wenn man mit dem technischen Fortschritt nicht Schritt hält.

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