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Deutsche Nutzer bei XING, LinkedIn & Facebook – ein Vergleichsversuch

Joker kommt... Google Buzz

Ursprünglich wollten wir in diesem Artikel eine vergleichende Untersuchung der Sozialen Netzwerke XING, LinkedIn und Facebook anhand ihrer Nutzerzahlen in Deutschland in den Jahren 2008 und 2009 vornehmen. Die statistischen Momentaufnahmen sollten auf absoluten Zahlen basieren und eine Altersklassifizierung enthalten. Ziel der Untersuchung war es, dass Wachstum einzelner Altersgruppen zu analysieren, um so auf die zukünftige Bedeutung der Netzwerke, einzeln und im gegenseitigen Vergleich, für die aktive Personalsuche schließen zu können. Das Ergebnis fällt leider sehr dürftig aus, was zum Glück nicht an unseren statistischen Fähigkeiten sondern an der verfügbaren Datenbasis liegt. LinkedIn musste aufgrund des Fehlens jeglicher Nutzerzahlen für Deutschland unberücksichtigt bleiben.

XING

Die Xing-Daten zu den Altersgruppen sind mit Vorsicht zu genießen, da Xing selbst lediglich Gesamt-Nutzerzahlen publiziert. Die absoluten Anteile der Altersgruppen haben wir anhand der Angaben von Xings Werbeflächenvermarkter berechnet. Die Ergebnisse sind statistisch allerdings fragwürdig, da die von adconion angegebene Altersstruktur keine Aussage über den Zeitpunkt der Erhebung enthielt. Um zumindest eine ungefähre Vorstellung der absoluten Größe der Altersgruppen zu gewinnen, waren wir gezwungen die angegebene Altersstruktur auf beide Gesamtmengen anzuwenden. Veränderungen der Altersstruktur, welche internationale Zahlen nahe legen, lassen sich leider nicht erkennen.

xing-nutzerzahlen

Aufgrund der schwachen Zahlenbasis lässt sich aus diesen Zahlen nur schließen, dass Xing seine Nutzerbasis in Deutschland im Vohrjahresvergleich um rund 40 Prozent steigern konnte. Eine Aussage über die Qualität dieser Steigerung aus Recruiting-Perspektive kann nicht getroffen werden.

Facebook

Facebook gibt Nutzern als Entscheidungshilfe bei der Werbeplanung die Möglichkeit Zahlen für einzelne Altersgruppen zu berechnen, jedoch handelt es sich auch hier um Schätzwerte. Die Vergleichszahlen vom Juni 2008 stammen vom E-Marketing Blogger Monty C.M. Metzger.

facebook-nutzerzahlen

Facebook begeistert mit hohen Zuwachsraten in allen Altersgruppen und ließe das Recruiter-Herz höher schlagen, wäre es nicht so kompliziert zu durchsuchen.

Fazit

Das Hauptfazit liegt darin, dass es zwei von drei Netzwerken, und zwar ausgerechnet die “Business”-Netzwerke Xing und LinkedIn, nicht für nötig halten, ihren Nutzern solides Zahlenmaterial zur Untermauerung wirtschaftlicher Entscheidungen an die Hand zu geben.

Besonders enttäuschend ist dies im Fall von Xing, die seit längerem versuchen sich als Recruiting- Plattform zu positionieren. Skeptische Zeitgenossen könnten zu der Schlussfolgerung gelangen, dass die “qualitative” Entwicklung aus der Recruiter-Perspektive weniger positiv ist, als das Mitgliederwachstum an sich.

Nachtrag 04.08.2009:

Gestern, am 03.08.2009, hat die XING AG eine Pressemitteilung zu der Enwticklung der Nutzerzahlen veröffentlicht. Seit Beginn des Jahres sollen 1 Mio. neue Nutzer dazu gekommen sein. Ihre Gesamtzahl stieg auf über 8 Mio.  (3,4 Mio. im deutschsprachigen Raum) an. Die Veröffentlichung der Gesamtzahlen kommt rechtzeitig und bestätigt das starke Wachstum. Aktuelle Statistiken zu Alters- und Ausbildungsstruktur fehlen jedoch weiterhin.



herausgegeben von Jan Kirchner atentaLinkedinLinkedinFacebookTwitter & Alexander Fedossov atentaLinkedinLinkedinFacebookTwitter Twitter RSS!
Beitreiber einer auf Online-Recruiting spezialisierten Personalberatung und einer Jobsuchmaschine

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5 Tweets

9 Kommentare zu dem Artikel “Deutsche Nutzer bei XING, LinkedIn & Facebook – ein Vergleichsversuch”

  1. Ralph DelzepichNo Gravatar sagt:

    mit der neuen Suche bei LinkedIn ist die Ermittlung der deutschen Benutzerzahlen recht einfach:

    1) http://www.linkedin.com/search
    2) bei Standort im Dropdown-Feld “Deutschland” auswählen
    3) Feld PLZ löschen
    4) “Suche” starten

    derzeitiger Stand: 498.310

    Die Klassifikation nach Alter wird zugegeben schwierig bzw. ist dediziert nicht möglich.

    Nur der Satz “LinkedIn musste aufgrund des Fehlens jeglicher Nutzerzahlen für Deutschland unberücksichtigt bleiben.” liest sich bei der Untersuchung nicht sehr überzeugend.

  2. angelikaNo Gravatar sagt:

    Da fehlt doch LinkedIn, oder? Hab mich schon immer gefragt wie populaer LinkedIn in anderen Laendern ist, vorallem was die Wachstumsrate betrifft.

  3. angelikaNo Gravatar sagt:

    Toll hab gerade gelesen das LinkedIn in Deutschland also nicht gefragt ist. Komisch, ich habe immer das gefuehl gehabt, dass sich jede Menge Deutsche in LinkedIn rumtreiben. What a shame :)

  4. Jan KirchnerNo Gravatar sagt:

    @Ralph

    wir freuen uns immer aufmerksame Geister unter unseren Lesern zu finden, die sich trauen Ihre Zweifel auszusprechen. Natürlich kann man über die von Dir beschriebene Weise die Anzahl deutscher Profile bei LinkedIn ermitteln, was wir im Rahmen unseres Artikel “Personalsuche mit LinkedIn” im Februar auch getan haben (500.000). Da es aber sehr frustrierend ist, wenn man gezwungen ist sich solche grundlegenden Zahlen selbst zu beschaffen, und eine einzelne Zahl überdies keine Analyse zulässt, haben wir bewußt auf diesen Weg verzichtet. Ich bin auch der Meinung, dass man von einem Unternehmen, dass beim Launch des deutschen Interfaces Anfang des Jahres vollmundig angekündigt hat bis Jahresende eine Million deutsche Nutzer gewinnen zu wollen, mehr erwarten kann.

    @Angelika

    Wir haben die Zahl deutscher LinkedIn Nutzer im Februar gerundet mit 500.000 angegeben, verglichen mit Ralphs Ergebnis von gestern hat es entgegen der oben erwähnten LI-Pressemeldung also scheinbar kein Wachstum in Deutschland gegeben. Verglichen mit 3,5 Millionen deutschen Facebook-Nutzern sind 500.000 nicht unbedingt eine beeindruckende Menge, aber eine Kandidatensuche lohnt sich dort allemal ;-)

  5. Stephan KoßNo Gravatar sagt:

    Der Vergkeich könnte durchaus noch mal aufgeworfen werden. Interessant ist, dass mittlerweile nahezu 1. Mio. LinkedIn vertrauen, und das ohne nennenswerte Marketingaktivitäten in Deutschland.

    Was mich an den Vergleichen eher stött, ist der unidimensionale Bezug auf reine Quantität. Die Qualität der anzutreffenden Fach- und Führungskräfte ist meines Erachtens viel wichtiger.

    Einen Überblick, wie sich die beiden Netzwerke unterscheiden (unter dem Aspekt der notwendigen Mitgliedschaft) findet sich als PDF Download in meinem Blog

    http://linkedinsiders.wordpress.com/
    http://bit.ly/LinkedIn_Preis

    Liebe Grüße
    Stephan

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