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Zum Weltfrauentag: Deutliche Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau

Zum Weltfrauentag: Deutliche Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau

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Der 8. März 2010 ist der 100. Weltfrauentag. In einigen Ländern ein gesetzlicher Feiertag, in anderen lediglich ein Aufruf zur Besinnung. Dabei gilt es nicht nur die miserablen Zustände für Frauen und Mädchen in den klassischen Entwicklungsländern anzumahnen, man sollte nach wie vor auch einen Blick auf das eigene Umfeld werfen. So absurd das im 21. Jahrhundert ist: man kann es schon als Erfolg verbuchen, dass die grundlegenden Bürgerrechte in den westlichen Industrienationen auch für Frauen weitestgehend eingehalten werden. Doch immer noch musste zum Beispiel der DGB zum heutigen Datum eine grundsätzliche Angleichung der Löhne für Frauen in Arbeitsverhältnissen fordern:

Demnach gehört Deutschland zu den Ländern mit dem EU-weit größten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes verdienen Frauen durchschnittlich fast 24% weniger als Männer – Teilzeitarbeit und Babypausen mit eingerechnet. Dass sich der Prozentsatz an Frauen in Vorstandsetagen im einstelligen Bereich bewegt, ist dabei wohl auch eher Symptom als Ursache. In dieser Hinsicht besteht in Deutschland also nach wie vor ein deutliches Entwicklungsdefizit, auch ohne zur Dritten Welt zu gehören. Als Quittung gab es nun die entsprechende Mahnung aus Brüssel, “mit gutem Beispiel voranzugehen, anstatt Nachzügler zu sein.”

Warum nach wie vor diese starre Rollenverteilung? „Klassische“ Frauenrollen können angenommen werden und verdienen es respektiert und gewürdigt zu werden. Diese Rollen können allerdings auch aufgezwungen und anerzogen sein. Die KinderZEIT hat heute folgende gut gemeinte Idee: “Wenn Ihr Lust habt, macht doch Eurer Mutter, Tante oder Großmutter heute eine kleine Freude – bringt den Müll raus, deckt den Tisch freiwillig ab oder räumt Eure Zimmer – unaufgefordert – auf.”, denn, so heißt es weiter: “der Weltfrauentag ist die politische Schwester vom familiären Muttertag”.

Als Mutter wird die Frau in Deutschland durchaus gewürdigt, auch unterstützt – Kindertagesstätten ermöglichen es, auch als Mutter einer “Tätigkeit” nachzugehen – als vollwertiges Mitglied der Arbeitswelt ist die Frau jedoch nach wie vor unterrepräsentiert. Auch wenn für (die oben angesprochenen) Kinder die Frau natürlich einen klar familiären Bezug hat, hinterlässt das doch gerade heute irgendwie einen seltsamen Nachgeschmack. Wir wollen unseren heutigen Tipp für Kinder deshalb ein klein wenig anders formulieren: “Helft eurem Vater beim Kochen, dann kann Mama in aller Ruhe im Meeting sitzen und weiß, dass zu Hause alles gut läuft.”

Vorschaubild: katutaide

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Aktualität und Real-time Web: wartest Du noch oder weißt Du schon?

Aktualität und Real-time Web: wartest Du noch oder weißt Du schon?

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Das krisengebeutelte, doch für alle Internet-Begeisterten höchst spannende, Jahr 2009 beendeten wir mit einer Zukunftsprognose. Der Bereich der Personalsuche könne sich dem logischen und unvermeidlichen Sprung des informationstechnologischen Fortschritts auf die nächste Stufe, dem Echtzeitweb, nicht entziehen. Diese Reaktion eines unserer Leser deutet auf eine gewisse Verwirrung rund um das Thema hin.

“[...] Ihr ratet in eurem Artikel, dass die Auseinandersetzung mit dem Echtzeitweb für Personaler sehr wichtig ist. Dann kommen einige Aussagen bzgl. der Schnelligkeit, der Informationsflut und dem Zusammenfließen dieser Informationen. Dies sind allerdings nur weitere Indizien eurer Kernaussage, ohne dass ihr die eigentliche Frage, nämlich: “Warum ist es wichtig für uns Personaler”, beantwortet. Dies interessiert mich aber besonders. Warum darf ich diesen Zug nicht verpassen?

Die vermeintliche Antwort: “Feuer mit Feuer zu bekämpfen”, wirft ebenfalls eine weitere Frage auf: “Wie sollte mein Gegenfeuer aussehen und wie mache ich es an?” [...]“

Auch wenn wir überzeugt sind, dass Denkanstöße im Zusammenhang mit Technik-Folgen-Abschätzung vielfach hilfreicher sind als praktische Anleitungen, wollen wir unsere Sicht der Dinge in diesem Fall gerne etwas konkretisieren.

Wo fangen wir an?! Was verbirgt sich hinter dem Modewort Echtzeitweb (eng. real-time web), für das es lediglich in der englischsprachigen Ausgabe von Wikipedia eine sehr vage Erläuterung gibt?

Im Grunde ist Echtzeitweb (für uns) einfach eine Abkürzung für: “die Informationen, die für mich relevant sind, erreichen mich online morgen bedeutend schneller, als das heute der Fall ist und gestern noch der Fall war. Im Optimalfall erreichen Sie mich umgehend nach Ihrer Veröffentlichung”.

Was ist heute und was war gestern anders?!

Internet Gestern, Heute und Morgen im subjektiven Schnelldurchlauf:

Gestern:

Das Internet der 90er Jahre war geprägt durch viele zersplitterte Seitenkataloge (Directories) und aufkommende kleinere und größere Suchmaschinen (WebCrawler, Lycos, Infoseek, usw.) die durch manuelle Eingabe und/oder durch automatisierte Crawler versucht haben, möglichst viele Internetseiten zu erfassen. Von einer annähernd umfassenden Erfassung des Webs waren sie alle recht weit entfernt. Wurde eine neue Information veröffentlicht oder eine neue Webseite erstellt, war es durchaus wahrscheinlich, dass sie nur wenige bis gar keine Menschen erreicht. Denn sie war sehr schwer bis gar nicht auffindbar.

Analogie:

Sie stehen auf dem Flughafen in Schanghai. Ihr Partner, der sich im Hotel im Stadtzentrum befindet, muss mit einem Leihwagen, ohne Navigationssystem und ohne Sprachkenntnisse zu Ihnen, um Ihnen Ihre Aktenkoffer zu bringen. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Aktenkoffer Sie nach einigen Umwegen irgendwann mal erreicht. Es ist jedoch ebenfalls wahrscheinlich, dass Sie Ihren Flug und die nächsten Folgeflüge verpassen werden und zurück ins Hotel fahren müssen.

Heute:

Das Internet der 00er Jahre erlebt eine entscheidende Verbesserung der Suchalgorythmen. Große Suchmaschinen, wie Google erreichen eine beeindruckende Abdeckung und erfassen Billionen von Internetseiten. Kaum eine der öffentlich zugänglichen Informationen/Webseiten bleibt unbemerkt. Die Erfassung neuer Inhalte erfolgt in der Regel innerhalb weniger Stunden bis weniger Tage nach Veröffentlichung. Die Wahrscheinlichkeit, eine relevante Information zu finden, steigt gewaltig. Fraglich bleibt weiterhin die Aktualität. So kann es heute immer noch passieren, dass Sie wichtige aktuelle Informationen zu spät finden, oder dass wesentlich ältere Informationen im Suchmaschinenranking vor den aktuellen erscheinen. Aktualität war in den vergangenen 10 Jahren nicht die erste Priorität.

Analogie:

Sie stehen auf dem Flughafen in Schanghai. Ihr Partner, der sich im Hotel im Standzentrum befindet, nimmt einen öffentlichen Bus, um Ihnen Ihre Aktenkoffer zu bringen. Im Gegensatz zum ersten Fall können Sie sicher sein, dass Ihr Aktenkoffer am Flughafen ankommt. Abhängig von äußeren Umständen, wie Verkehr usw., ist eine zumindest kleine Verspätung sehr wahrscheinlich. In diesem Fall werden Sie den Folgeflug garantiert erreichen. Sie werden heute nicht in Schanghai bleiben müssen.

Morgen:

Im Internet des begonnenen Jahrzehnts wird die Aktualität von Informationen die erste Priorität erhalten. Im Gegensatz zu den 90ern, als der Großteil der Informationen im Web für die Wirtschaft und den Alltag noch keine große Relevanz besaß, ist die Art, die Qualität und somit die Relevanz eines immer größeren Teils der Informationen für die verschiedenen Bereiche der Weltwirtschaft sehr hoch. Und eine Information ist nur für den gut, der sie am schnellsten (rechtzeitig) erhält. Darauf beruht die Schlussfolgerung, dass die aktuellen Informationen die nicht aktuellen Informationen im Suchranking der dominierenden und nicht dominierenden Suchmaschinen nach und nach verdrängen werden.

Analogie:

Sie stehen auf dem Flughafen in Schanghai. Ihr Partner, der sich im Hotel im Standzentrum befindet, setzt sich in den Transrapid, um Ihnen Ihre Aktenkoffer zu bringen. Wenige Minuten später haben Sie Ihren Koffer und erwischen Ihren Flug.

FAZIT: Wenn es darum geht, Informationen von A nach B zu bringen, ist das Echtzeitweb der Transrapid der Datenautobahn.

“Warum ist es (das Echtzeitweb) wichtig für uns Personaler? Warum darf ich diesen Zug (Transrapid :-) ) nicht verpassen?”

Das Echtzeitweb ist wichtig für Personalsuchende, weil sowohl sie selbst, als auch die Stellensuchenden dank der derzeitigen Entwicklung, die über das Social Web im Echtzeitweb mündet, einen wesentlich schnelleren, kostengünstigeren und unbegrenzten Zugang zu aktuellen, relevanten Informationen erhalten werden, als das bisher der Fall war.

echtzeitweb

Diese Priorisierung der Aktualität von Informationen, wird bezogen auf die Verbreitung von Stellenanzeigen z.B. dazu führen, dass die Stellenanzeigen der Unternehmen, die diese nicht im Echtzeitweb veröffentlichen, in den Suchmaschinen auf die hinteren Plätze verschwinden. Als Folge daraus erhalten solche Stellenanzeigen weniger Aufmerksamkeit von den Stellensuchenden und die Unternehmen weniger Bewerbungen. Die Tragweite dieser Entwicklung für das einzelne Unternehmen muß im Kontext des demografischen Wandels und des War for Talents nicht erläutert werden.

Mindestens ebenso wichtig ist das Echtzeitweb für Personaler im Rahmen der Informationsbeschaffung, gleichgültig ob es darum geht, vor der Konkurrenz über neue Kandidaten für schwer zu besetzende Vakanzen zu erfahren, unverzüglich über frisch gefällte Urteile im Arbeitsrecht oder über sonstige berufsrelevante Nachrichten mit Einflusscharakter informiert zu sein. Da der Wandlungsprozess hin zum Echtzeitweb noch nicht abgeschlossen ist, müssen Personaler, die von den Vorteilen hochaktueller Informationsflüsse profitieren wollen, in die Bereiche des Internets vorstoßen, die heute das Echtzeitweb ausmachen: soziale Netzwerke wie Facebook und Microbloggingdienste wie Twitter.

Vorschaubild: Mix aus “2009 Prairie Home Carriage Festival at Dakota City Heritage Village” und “CF-104 Starfighter – Starfighters

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Jobmesse mal anders: The Hacker Dojo Job Fair

Jobmesse mal anders: The Hacker Dojo Job Fair

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Aus Unzufriedenheit mit dem typischen Ablauf von Karrieremessen, auf denen in erster Linie Lebensläufe verteilt und gesammelt werden, veranstaltet das kalifornische Programmierer-Zentrum “Hacker Dojo” eine eigene Jobmesse, und stellt dabei das klassische Jobmesse-Konzept kurzerhand auf den Kopf:

“Auf der Programmierermesse sind die Jobsuchenden diejenigen, die die Präsentationen halten und die Recruiter diejenigen die herumlaufen. Stellen Sie sich das Ganze wie einen Wissenschafts-Wettbewerb vor, bei dem die Projekte und Nebenprojekte der Programmierer die “Forschungsarbeiten” darstellen, die Recruiter die “Preisrichter” und die Vorstellungsgespräche und hoffentlich Stellenangebote die “Preise”".

Die Idee dahinter ist, den Kandidaten die Möglichkeit zu geben, ihr Können direkt auf der Messe zu zeigen, anstatt nur darüber zu reden und Lebensläufe zu verteilen. Die teilnehmenden Arbeitgeber/ Recruiter und die Kurzprofile der Programmierer werden auf der Messewebsite der Community veröffentlicht, so dass sich die Teilnehmer vorab ein Bild machen können wer erscheint.

Auch wenn dieses Konzept nur in relativ kleinem Rahmen funktioniert, ist es ein sehr interessanter Ansatz, der insbesondere dazu beitragen könnte, Angebot und Nachfrage in Nischenbereichen zusammenzubringen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, ob es in Deutschland schon vergleichbare Veranstaltungen gegeben hat und welche Erfahrungen die Teilnehmer ggf. gemacht haben?

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Studie: Bewerbung und Online-Reputation, welche Fehler führen zur Absage?

Studie: Bewerbung und Online-Reputation, welche Fehler führen zur Absage?

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Kurz vor Jahresende wollen die Absolventenvermittlung alma mater und Karriere-Blogger Jochen Mai die Frage klären, welche Bewerbungs-Fauxpas das Fass aus Sicht von Personalern zum Überlaufen bringen. Zu diesem Zweck führen Sie eine anonyme (!) Kurz-Umfrage durch. Da die Resultate für Bewerber und Personaler von größtem Interesse sind und die Teilnahme nur zwei Minuten dauert, würden wir uns freuen, wenn Sie an der Umfrage teilnehmen. Die Multiple-Choice Fragen drehen sich neben Bewerbungsfehlern um die Nutzung sozialer Netzwerke zur Überprüfung der Online-Reputation. Das Ergebnis wird also in jedem Fall aufschlussreich sein. Es wird Ende Januar in vollem Umfang auf beiden Blogs veröffentlicht.

Zur Umfrage


skull and barrel – Vorschaubild

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Jobsuche mit dem iPhone: there’s an App for that!

Jobsuche mit dem iPhone: there’s an App for that!

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Nach wochenlanger Anspannung ist es endlich soweit: die erste Version unserer jobtweet iPhone App hat den Approval Process bei Apple erfolgreich durchlaufen und ist seit gestern Nacht im App-Store erhältlich :-) . Besonders stolz sind wir darauf, dass jobtweet.de damit die erste deutsche Jobsuchmaschine ist, die ihren Nutzern die mobile Jobsuche mit dem iPhone ermöglicht.

Features:

- Jobsuche auf deutsch, englisch, französisch & russisch
- Ergebnisversand via Email
- Speicherung des Suchverlaufs
- Twitter Profilsuche

Diese App ist nur der Auftakt des Mobile Recruiting in Deutschland und wir arbeiten bereits an einer Folgeversion. Um die mobile Jobsuche so schnell wie möglich voranzubringen, braucht es aber mehr als nur eine Handvoll Köpfe. Wir freuen uns deshalb auf Ihr konstruktives Feedback und Ihre Verbesserungsvorschläge!

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BITTE: wählen Sie jobtweet zum “Gründer des Monats”

BITTE: wählen Sie jobtweet zum “Gründer des Monats”

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Nachtrag 19.10.2009:  Jobtweet.de ist Gründer des Monats Oktober 2009!!! Wir badanken uns herzlich bei allen, die für uns gestimmt haben.

***

Liebe Leser,

wir veröffentlichen hier im Blog regelmäßig Artikel, mit dem Ziel, Sie bei Ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Heute brauchen wir Ihre Unterstützung. Wie viele unter Ihnen wissen, betreiben wir neben der “Wollmilchsau” auch die Twitter-Job- und Kandidatensuchmaschine jobtweet.de. Die Online-Leser der Financial Times Deutschland wählten uns dafür in der 32. Kalenderwoche zum “Gründer der Woche“. Bitte helfen SIE uns mit zwei Klicks bis zum 16.10.09 um 18:00 Uhr dabei, die Financial Times Abstimmung zum “Gründer des Monats” zu gewinnen.

1.) http://enable.ftd.de/marktplatz/ aufrufen
2.) jobtweet anklicken und Email-Adresse eingeben
3.) Link in der Bestätigungsemail anklicken

jobtweet.de zum "Gründer des Monats" wählen

jobtweet.de zum "Gründer des Monats" wählen

Allen Unterstützern möchten wir im Voraus herzlich danken!

Schafe Verkehrszeichen - Vorschaubild

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Eine subjektive Einschätzung des Arbeitsmarktes in 2009

Eine subjektive Einschätzung des Arbeitsmarktes in 2009

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Das Jahr 2009 hat für mich gut angefangen, mit Ferien in Brasilien und einen spannenden, gut bezahlten Job als Berater in der deutschen Automobilindustrie. Ops! Ja, genau, bei Daimler, die am Anfang des Jahres die meisten Beratungsprojekte gestrichen hat. Mehr als ein Drittel meiner Kollegen wurden gefeuert. Ich, als Neuester, natürlich auch.

Aber dieser Job hat mir den Weg zur Selbstständigkeit gezeigt und dadurch ermöglicht, dass ich seitdem als unabhängiger Berater tätig geblieben bin. Mein Ziel, aber, ist eine Festanstellung in den Bereichen Marketing Strategie oder Produktmanagement und ich berichte jetzt kurz über die jetzige Jobsuche.

Der erste Unterschied gegenüber 2008, den ich bemerkt habe, war in der Beratungsbranche. Auf einmal fehlten die vielen Anzeigen für Berater, Associate oder Senior Consultants die ich in 2008 gesucht und gefunden hatte. War ja zu erwarten, Beratungsprojekte können sehr schnell gestrichen werden, wie ich selbst erfahren hatte. Dann stellte ich fest, dass auch andere interessante Anzeigen seltener wurden, zum Beispiel für Trainee Programme auf MBA Niveau. Die Jobsuche per Internet stellte sich deutlich aussichtsloser als zuvor dar. Weniger Stellen für mehr Bewerber, ein wahrer roter Ozean (siehe Blue Ocean Strategy).

Ich ging dann zu Jobmessen, z. B. die Konaktiva in Darmstadt. Wegen meiner Berufserfahrung vor dem MBA bin ich zwar nicht wirklich das Zielpublikum von solchen Absolventenmessen, aber sie sind immer noch eine gute Möglichkeit einen stärkeren Eindruck einer Firma zu bekommen. Besonders da war der Unterschied zu 2008 deutlich und krass: Firmen, die im Vorjahr 30 bis 50 Absolventen gesucht hatten, boten nur Praktika an. Ich glaube, die Messen haben nur stattgefunden, weil die Verträge in 2008 unterschrieben worden sind und die Kosten sowieso als Marketingausgaben abgesetzt werden durften. Die Firmen schienen dort nur für die Imagepflege zu sein.

Deshalb habe ich meine Strategie für 2009 drastisch geändert. Ich habe mich zuerst nach einer Stadt umgeschaut, wo ich mir die besten Arbeitschancen versprach. Diese Stadt ist Hamburg. Dann habe ich Veranstaltungen gesucht, wo man schnell interessante Leute kennenlernen kann. Und zuletzt den notwendigen Aufwand in Geld und Zeit investiert, möglichst viele relevante Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Und das tue ich immer noch.

Der Gedanke dahinter ist, dass ich dadurch von Projekten oder Personalbedarf erfahre, die sonst nicht im „allwissenden“ Internet zu finden sind. Außerdem erhöhe ich die Chance, dass an mich gedacht wird, wenn dieser Bedarf gedeckt werden soll. Dass ich bei Events wie Social Media Club, Twittwoch, Open Coffee Club und OnlineKapitäne mehr über hoch-spannende Themen lerne und offene, kreative und lustige Menschen treffe, ist natürlich einen sehr starken Ansporn, so weiter zu machen.

Über den Gastautor: Fernando Bresslau hat einen Master of Business Administration (MBA) im Marketing und ein Ingenieursdiplom (Schiffbau) samt technischer Berufsausbildung (Maschinenbau), spricht vier Sprachen und hat bereits in drei Ländern, darunter China, gearbeitet.

Fernando ist im Moment freiberuflich tätig, sucht aber eine Festanstellung in den Bereichen Marketing und Produktmanagement. Zu seinem XING-Profil gelangen Sie hier.

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„Echtzeit“-Stellensuche mit Google

„Echtzeit“-Stellensuche mit Google

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Die erweiterte Google-Suche bietet Nutzern bereits seit längerem die Möglichkeit, sich nur Suchergebnisse anzeigen zu lassen, die innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls, z.B. eines Jahres, eines Monats, einer Woche oder der letzten 24 Stunden von Google erfasst wurden. Wie das Tech-Blog readwriteweb vor ein paar Tagen berichtete lässt sich Google nun durch eine kleine Änderung in der URL-Zeile des Browsers in eine „Echtzeit“-Suchmaschine verwandeln. Nutzer können sich dadurch von Google nur die Ergebnisse anzeigen lassen, die in den letzten Stunden, Minuten oder sogar Sekunden in den Google-Index aufgenommen worden sind. Da viele Stellensuchende mehrmals am Tag nach neuen Stellen suchen, kann ihnen dieser kleine Trick helfen, ihre Stellensuche effizienter zu machen. Denn anstatt sich jedesmal wieder durch die selben Ergebnisse zu klicken, schränken Sie Ihre Suche einfach auf die Anzahl der seit der letzten Suche vergangen Stunden oder Tage ein, und schon enthält Ihre Ergebnisliste nur die für Sie wirklich neuen Stellenangebote.

Und so funktioniert’s:

1.) Google.de ansurfen und erweiterte Suche aufrufen
2.) Suchbegriffe eingeben und Suchbutton anklicken

Google_erweitert1

3.) In die URL-Adresszeile des Browsers klicken und mit den Cursortasten die URL bis zum Parameter qdr=all entlang scrollen.

Google_URL_qdr1

4.) Das Zeitintervall der Suche können Sie nun verändern, indem Sie all durch folgende Werte ersetzen:

m = month (Monate); Bsp.: qdr=m4 zeigt die Ergebnisse der letzten vier Monate

w = weeks (Wochen); Bsp.: qdr=w3 zeigt die Ergebnisse der letzten drei Wochen

d = days (Tage); Bsp.: qdr=d2 zeigt die Ergebnisse der letzten zwei Tage

h = hours (Stunden); etc. pp.

n = minutes (Minuten)

s = seconds (Sekunden)

Wir hoffen, dieser Tipp wird Ihnen helfen, Ihre Stellensuche effizienter zu machen. Das Prozedere wird Ihnen vielleicht auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, ist es aber nicht. Probieren Sie es aus! Fragen beantworten wir wie immer gerne in den Kommentaren.

Hinweis: Wenn der Zeitraum auf weniger als die letzte Stunde eingegrenzt wird, kann es gemäß unseren Tests vorkommen, dass Google die Zahl der Ergebnisse auf zehn beschränkt, auch wenn tatsächlich mehr Ergebnisse vorliegen. Im Übrigen möchten wir kurz anmerken, dass uns bewußt ist, dass es sich bei der beschriebenen Methode streng genommen nicht um Echtzeitsuche handelt, da die Zeitintervalle sich auf die Indexierung und nicht auf die Veröffentlichung des Ursprungsdokuments beziehen.

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Die Jobsuche in 2008

Die Jobsuche in 2008

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Als ich in Mai 2008 wieder in Deutschland war, habe ich mit der Suche noch während des MBAs begonnen. Mein Ziel war, damals, in einer Unternehmensberatung unterzukommen. Auch hatte ich Venture Capital Firmen aufs Korn genommen, obwohl ich wusste, dass in dieser Industrie die meisten Stellen durch persönliche Netzwerke der VC Partner besetzt werden.

In Juni und Juli wurden an die 20 Bewerbungen herausgeschickt und ich wurde bei ungefähr ein Drittel davon zu Bewerbungsgespräche in August und September eingeladen. Zu diesen Stellen kam ich natürlich durch das Internet, aber auch durch die Jobmesse talents in München und durch die Karrierestelle der Mannheim Business School.

Ende Oktober war ich bei 3 Bewerbungsverfahren unter den letzten 2 Kandidaten. Ich bekam zuletzt 2 interessante Angebote und durfte aussuchen. In November unterschrieb bei einer Unternehmungsberatung in Stuttgart. Danach hatte ich bis Februar 2009 Zeit, ein Beratungsprojekt bei DHL in Brüssel zu beenden und dann die Familie in Brasilien zu besuchen. Meine MBA Pläne waren waren wie erhofft aufgegangen.

In September 2008 war es uns, MBA Absolventen, klar, dass wir schnell Jobs finden mussten. Die Krise hat zuerst die Hoffnungen derer, die Investmentbanker werden wollten, vernichtet. In meiner Klasse in Mannheim waren das aber nicht viele. Aber wir wurden noch von vielen Unternehmen in der Business School besucht, es gab noch viele Ausschreibungen für Traineestellen generell und bei Top-MBA.com konnten noch interessante stellen gefunden werden. Die Krise war da, aber wir hatten den Eindruck, dass sie sich im Arbeitsmarkt noch nicht voll bemerkbar machte.

Ende des Jahres wurde es kritischer. Viele meiner ausländischen Kollegen, die eigentlich in Deutschland bleiben wollten, fingen an, zurück nach Hause zu fliegen, um dort gutbezahlten Jobs zu nehmen. Es war offensichtlich, dass die Krise die Firmen dazu gebracht hatte, ihre Einstellungspläne vorsichtiger zu gestalten, und da waren ausländische MBAs nicht mehr sehr gefragt. Ich, aber, hatte einen unterschriebenen Vertrag und freute mich auf meine Ferien.

Wie sich, von meinen Standpunkt aus, die Jobsuche in 2009 verändert hat, berichte ich im nächsten Beitrag.

Über den Gastautor: Fernando Bresslau hat einen Master of Business Administration (MBA) im Marketing und ein Ingenieursdiplom (Schiffbau) samt technischer Berufsausbildung (Maschinenbau), spricht vier Sprachen und hat bereits in drei Ländern, darunter China, gearbeitet.

Fernando ist im Moment freiberuflich tätig, sucht aber eine Festanstellung in den Bereichen Marketing und Produktmanagement. Zu seinem XING-Profil gelangen Sie hier.

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MBA, eine richtige Entscheidung

MBA, eine richtige Entscheidung

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Das MBA-Studium, Master of Business Administration, ist in Deutschland bei weitem nicht so verbreitet und anerkannt wie in den USA, England oder sogar in Brasilien. Der Hype, der die Business-Schulen generieren, versucht dies zu kontern, aber diese Entwicklung braucht Zeit. Trotzdem habe ich mich in 2007 für das Full Time European MBA der Mannheim Business School, eine Ausgliederung der Mannheim Universität, entschieden.

Ich hatte schon immer geplant, ein MBA zu machen. Oder mindestens seit ich Management und Marketing als Nebenfächer während des Ingenieursstudiums in Brasilien studiert hatte. Meiner Meinung nach gibt es aber drei Grundvoraussetzungen für ein MBA-Studium: der berufliche Zeitpunkt muss stimmen, die Finanzierung muss geregelt sein und man muss etwas Berufserfahrung haben. Um so mehr Erfahrung man in den Kurs bringt, desto mehr kann man im Unterricht lernen, desto interessanter ist der Austausch mit Kollegen.

Ich hatte unterschiedliche Gründe, ein MBA zu machen, die ich jetzt listen werde. Die Reihenfolge ist keine Bewertung dieser Gründe, alle haben dazu beigetragen, dass ich die Entscheidung traf.

  • Neugierde, Lernen. Ich wollte den Stoff, der unterrichtet wurde, lernen.
  • MBA Status. Der Titel ist oft Voraussetzung für die interessantesten Jobs oder, mindestens, eine klare Differenzierung gegenüber andere Bewerber.
  • Deutscher Abschluss. Das MBA validiert meinen brasilianischen Uni-Titel. In Brasilien ist die Universität São Paulo als vielleicht die beste Uni in Lateinamerika anerkannt. In Deutschland ist sie unbekannt. Die Uni Mannheim, dagegen, wird hier als die beste BWL-Uni gesehen.
  • Leute kennenlernen. Nach 2,5 Jahre in einer kleinen Stadt in Baden-Württemberg wollte ich wieder Menschen im meinen Alter und mit ähnliche Erfahrungen und Erwartungen treffen.
  • Ein Netzwerk bilden. Ich habe Kollegen aus der ganzen Welt kennengelernt, die schon jetzt oder in wenigen Jahren in der Wirtschaft sehr gut positioniert sind oder sein werden.
  • Andere Länder kennenlernen, auch als Auswanderungsalternativen.
  • Einen Karrierewechsel ermöglichen. Der MBA-Abschluss ist einer der wenigen generalistischen Ausbildungen, die dies möglich machen.
  • Gehalt aufstocken. Der durchschnittliche Gehalt eines MBAs ist sehr attraktiv.

Ich muss sagen, ich habe alle dieser Ziele, trotz Krise, erreicht. Ich habe viel gelernt, war je 3 Monate in England und Kanada, habe tolle Freunde gewonnen und meine Karrieremöglichkeiten deutlich verbessert: in 2008 bekam ich mehrere Jobangebote. Die Entscheidung für das MBA war vielleicht die beste, die ich je getroffen habe. Diese 12 Monate waren eine großartige Zeit und ich hätte nichts anders gemacht. Na ja, villeicht hätte der Zeitpunkt etwas günstiger sein können ;-)

Wer ein bisschen mehr über mein MBA-Jahr lesen will, kann mein MBA-Blog-Archiv lesen. Mit hübschen Bildern :-)

Über den Gastautor: Fernando Bresslau hat einen Master of Business Administration (MBA) im Marketing und ein Ingenieursdiplom (Schiffbau) samt technischer Berufsausbildung (Maschinenbau), spricht vier Sprachen und hat bereits in drei Ländern, darunter China, gearbeitet.

Fernando ist im Moment freiberuflich tätig, sucht aber eine Festanstellung in den Bereichen Marketing und Produktmanagement. Zu seinem XING-Profil gelangen Sie hier.

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Gedanken zu Videobewerbungen

Gedanken zu Videobewerbungen

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Videobewerbungen werden derzeit heiß diskutiert. Unser Gastautor und Blogger Fernando Bresslau läßt uns heute an seinen Gedanken zum Thema Videobewerbung teilhaben. Als Auslöser für den Artikel dienten der Beitrag bei karriere.de und die von Daimler Career bei Twitter angeregte Meinungsumfrage.

Es ist, meiner Meinung nach, schon sehr bedenkenswert, dass Personalentscheidungen, die auf Fakten basiert sein sollten, oft dem Foto überlassen werden. In vielen Ländern ist es nicht nur Gesetzwidrig, sondern auch von der Gesellschaft verpönt, CVs mit Fotos zu verlangen. Mindestens die erste Hürde – zum Interview eingeladen zu werden – sollte durch Erfahrung und Qualifizierung objektiv und fair erklommen werden, und nicht, weil der Personaler einem sein Lächeln nett findet.

Mit Video ist es noch krasser: nicht nur gut muss man aussehen, man muss sich auch tadellos präsentieren können, ob das für die Stelle relevant ist, oder nicht.

video-bewerbung

Dazu kommt, dass das Internet die Transaktionskosten einer Bewerbung für beide Seiten niedriger machen soll. Video ist für den Bewerber extrem aufwendig. Man muss nicht nur die richtige Ausrüstung haben, der Zeitaufwand ist auch sehr hoch. Eine ganze Woche Vorbereitung plus ein Wochenende für die Aufnahme? Für die Personaler, wie im Artikel beschrieben, wird der Vergleich schwieriger und zeitaufwendiger. Wie viele Bewerber werden die Videos gezielt auf eine Stelle vorbereiten, wie man das mit Anschreiben tut?

Soweit zu meiner Kritik. Ich finde es ist unfair und für alle aufwendig.

Natürlich kann ich auch Vorzüge des Prozesses erkennen und verstehe, wie der Markt funktioniert.
Für Positionen, wo der professionelle Umgang mit Kunden, Kamera und die Öffentlichkeit sowieso eine Voraussetzung ist, erwartet man vom Kandidaten, dass das Drehen eines Clips nicht sehr schwierig fällt. Auch erfährt der Arbeitgeber grundlegende Informationen für seine Entscheidung. Videoequipment und –bearbeitung sind inzwischen auch billiger und zugänglicher.

Und wenn Kandidaten, die sowieso Zeit haben, glauben, sie schaffen sich so einen Wettbewerbsvorteil, so wird das nicht zu stoppen sein. Und das ist richtig so, jeder kämpft mit dem, was er zur Verfügung hat.

Ich sehe eine Videobewerbung vielleicht als ein zweiter Schritt in einer Bewerbung, wo das sinnvoll ist. Hat der Lebenslauf beindruckt, so wird eine Videobewerbung verlangt, so wie auch Telefoninterviews oft einem Vorstellungsgespräch vorgehen.

Fazit: Videobewerbungen werden üblicher werden, bestimmt. Hoffentlich nur dort, wo das Sinnvoll ist, und nicht als Grundvoraussetzung für alle. Sonst wird der Aufwand für beide Seiten zu hoch.

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Erfahrungsbericht einer Stellensuche 2: Per Email nach Deutschland

Erfahrungsbericht einer Stellensuche 2: Per Email nach Deutschland

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Im ersten Beitrag hatte ich geschrieben, ich hätte mich früh für Deutschland entschlossen. Ich hatte etwas Geld und Verwandte hier, aber keine richtigen Kontakte in der Wirtschaft.

Brasilien ist eine sehr kommunikative Gesellschaft und wir sind begeisterte Nutzer von Social Media, auch wenn diese Bezeichnung in 2003/2004 nicht geläufig war.  Bevor Emaillisten, hatten wir Hotmailpostfächer mit
öffentlichen Passwörtern, so dass unterschiedliche Leute dieselben Emails lesen konnten. Bevor Myspace oder Facebook, hatten Brasilianer Orkut gestürmt. Bevor WoW, schleppten wir unsere Desktopcomputer zu Freunde um LAN-Parties zu halten. Also dachte ich nicht lange nach und wandte mich an meine Internetkontakte.

Als begeisterter (nicht begnadeter ;) ) Mundharmonikaspieler war/bin ich Mitglied bei verschiedenen Mundharmonikaforen. Auf Portugiesisch (wo ich lange Moderator war), Englisch, Spanisch und Deutsch. Auf dem deutschen „Harpchat“ habe ich Steve Baker kennengelernt. Der Engländer ist der bekannteste Bluesharpspieler in Deutschland und auch Berater bei der Firma Hohner, der bekannteste Hersteller von Mundharmonikas.

Ich habe ihn eine Email geschrieben, mich besser vorgestellt und meine Deutschlandpläne geschildert. Ich fragte auch, ob er glaubte, dass eine Anstellung bei Hohner möglich wäre. Als Antwort bekam ich eine Email von meinem zukünftigen Chef bei Hohner: ja, die Firma hätte Interesse, mich kennenzulernen. Nach einigen Monaten hatte ich das Vorstellungsgespräch in Trossingen und und fing bei Hohner zwei Wochen später an.

Ich denke, folgende Punkte haben die Bewerbung erfolgreich gemacht:

  • Schnelle und erschwingliche Kommunikationswege. Brief oder Telefon würden eine hohe Hürde sein.
  • Offene Internetkultur: ich, amateur Musiker, durfte den Star Steve Baker anschreiben, weil wir beide
    gleichberechtigte Mitglieder eines Forums waren. Im Internet duzt man sich, in Deutschland siezt man sich.
  • Reputation: Steve Baker hatte meine Beiträge im Forum gelesen und hatte ein gutes Bild meiner Person, meines Wissens und meiner Kontakte. Hohner konnte sich ein Bild von mir machen, bevor sie mich zum Bewerbungsgespräch einluden.
  • Generalistische Ausbildung und spezifisches Fachwissen: mein Ingenieurstudium hat es mir ermöglicht, per Internet sehr spezialisiertes Mundharmonikawissen zu sammeln, das für Hohner sehr relevant war.
  • Internationale Kontakte: ich brachte Kontakte zu Mundharmonikaspieler in der ganzen Welt, die ich durch die Foren geknüpft hatte und die später für meine Tätigkeit bei Hohner wichtig wurden.

Und so war das. So bin ich per Email nach Deutschland umgezogen.

Über den Gastautor: Fernando Bresslau hat einen Master of Business Administration (MBA) im Marketing und ein Ingenieursdiplom (Schiffbau) samt technischer Berufsausbildung (Maschinenbau), spricht vier Sprachen und hat bereits in drei Ländern, darunter China, gearbeitet.

Fernando ist im Moment freiberuflich tätig, sucht aber eine Festanstellung in den Bereichen Marketing und Produktmanagement. Zu seinem XING-Profil gelangen Sie hier.

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Erfahrungsbericht einer Stellensuche – Teil 1

Erfahrungsbericht einer Stellensuche – Teil 1

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Vor einiger Zeit haben wir Fernando Bresslau kennen gelernt; einen jungen Mann, der dem Idealbild eines High Potentials überraschend auffällig entspricht. Er ist noch keine dreißig, kann einen Master of Business Administration (MBA) im Marketing und ein Ingenieursdiplom (Schiffbau) samt technischer Berufsausbildung (Maschinenbau) vorweisen, spricht vier Sprachen und hat bereits in drei Ländern, darunter China, gearbeitet.

Fernando ist im Moment freiberuflich tätig, sucht aber eine Festanstellung in den Bereichen Marketing und Produktmanagement. Da er sich ebenso für Social Media begeistert wie wir, haben wir Fernando gebeten, seine Suche nach einer neuen Herausforderung in Form eines Erfahrungsberichts hier im Blog zu dokumentieren. Die einzige Vorgabe, die er dabei hat, ist unsere Leser nicht zu beschimpfen, was er mit seiner charmanten Art aber ohnehin nicht tun würde. Aber lesen Sie selbst:

SWFernandoBresslauArtikelVor zwei Wochen wurde ich von Alex und Jan von atenta angesprochen, ob ich nicht beim Personalberater-Blog Wollmilchsau ein Paar Beiträge schreiben würde, um die Sicht der Bewerber oder Arbeitssuchende zu vertreten. Ich bin selber Social Media Enthusiast und nutze auch diese Möglichkeiten, meine nächste Stelle zu finden und dachte: ja, das passt!

Also, zu meiner Person. Ich heiße Fernando Bresslau, bin Deutsch-Brasilianer, in São Paulo geboren, aufgewachsen und studiert und seit 2004 in Deutschland. Als junger Ingenieur ist es immer von Vorteil, Auslandserfahrung zu sammeln und da lag Deutschland, ein Land dessen Kultur und Sprache ich schon kannte, sehr nahe. Die doppelte Staatsangehörigkeit hat alles noch einfacher gemacht und, nach fünf Monate in China, war es dann mit meiner Auswanderung nach Deutschland soweit.

Ich muss sagen, ich mag es hier. Mir wird oft vorgeworfen, ich hätte ein Fehler gemacht, das schöne Land mit der schönen Sonne und den schönen Stränden und den hübschen Frauen und… zu verlassen, um nach ein dunkles, ernstes und kaltes Land leben zu kommen. Ich sehe das natürlich anders. Die fantastische Infrastruktur, das viele Grün, die kleineren Städte, der hohe Respekt für die Rechte anderer, das Kulturbewusstsein, die geregelte Lebensweise, die Fahrradpfade sind nur ein Teil davon, was dieses Land in seiner eigenen Weise schön macht. Und hübsche Frauen gibt es überall ;-)

Und zu Social Media: mein erster Job in Deutschland errang ich mir durch Internetforen und Email. Aber vielleicht ist das Stoff für den nächsten Beitrag.

Vorschaubild: “Klappe”

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Erfolgsinterview: Per Twitter zum Job

Erfolgsinterview: Per Twitter zum Job

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Heute führen wir ein Interview mit Dr. Benedikt Köhler und Sabrina Panknin von der ethority GmbH & Co KG, einem in Hamburg und München ansässigen Full-Service-Anbieter im Bereich Social Media. Hintergrund unseres Gespräches ist der aktuelle Beitrag “Mein Einstieg bei ethority” im Corporate Blog von ethority, in dem Frau Panknin beschreibt wie sie über Twitter zu Ihrer Stelle als PR-Managerin bei ethority kam.

Personalberater-Blog: Herr Dr. Köhler, was macht ethority und was machen Sie?

benedikt_koehler_72dpi_100Dr. Benedikt Köhler: ethority ist der Full-Service-Anbieter im Bereich Social Media. Zusammengefasst haben wir unser Leistungsspektrum in vier Bereiche eingeteilt:  Marktforschung & Monitoring, punktgenaues Marketing, ganzheitliche Marken- und Strategieberatung, sowie Issue & Reputation Management. Auf Basis einer eigenen Web Monitoring Technologie, dem gridmaster ®System, entwickelt unser Analysten- und Marketing-Team CRM-Strategien und Feedbacksysteme, Word-of-Mouth-Marketingstrategien, virale Marketingkampagnen sowie ganzheitliche Social-Media-Konzepte.  Ich selbst bin seit Januar 2009 als Director Digital Strategy& Marketing für ethority tätig und leite seit Juli 2009 die neue Dependance in München.

PB: Wie sind Sie auf die Idee gekommen Twitter zur Mitarbeitersuche einzusetzen?

BK: Social Media in allen Ausprägungen ist die Kernkompetenz von ethority. Gerade, wenn es um die Öffentlichkeitsarbeit geht, bin ich davon überzeugt, dass die Dialogkommunikation gegenüber klassischen Pressemitteilungen und -konferenzen in Zukunft die Nase vorn haben wird. Da liegt es nahe, bei der Besetzung einer Stelle im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit die Kanäle zur Mitarbeitersuche einzusetzen, auf denen sich die künftige Mitarbeiterin dann auch bewegen sollte.

PB: Wie sind Sie bei Ihrer Suche vorgegangen?

BK: Es gibt gute Möglichkeiten, manuell per Twittersuche nach den entsprechenden Begriffen zu suchen.

PB: Wie sucht ethority sonst nach Mitarbeitern?

BK: Neben Social Media-Kanälen wie Twitter und Blogs suchen wir über Aushänge in Universitäten oder über Anzeigen in Jobportalen. Ein ganz wichtiger Weg sind natürlich auch persönliche Empfehlungen. Social Networks müssen nicht immer digital sein, auch die ganz “altmodischen” sozialen Netzwerke können hier sehr effektive Instrumente sein.

PB: Warum twittern Sie persönlich und welche Bedeutung messen Sie Twitter bei?

BK: Twitter ist für mich ein ganz zentraler Informationskanal. Über meine Twitterkontakte (Follower) bekomme ich mittlerweile alle Nachrichten zugespielt, die für meine Arbeit, aber auch meine sonstigen Interessen wie etwa die Molekularküche, von Relevanz sind. Aber besonders interessant ist natürlich die Möglichkeit der Interaktion mit Freunden, Kollegen und Bekannten über diesen unheimlich schnellen und prägnanten Kanal. Es ist immer wieder erstaunlich, wie tolle Informationen man bekommt, wenn man auf Twitter nach ganz unterschiedlichen Themen von der Zukunft des Fernsehens bis zu Gastronomietipps in Stuttgart fragt.

PB: Würden Sie anderen Unternehmen grundsätzlich die Nutzung von Twitter zur Personalsuche empfehlen?

BK: Warum nicht? Es ist sicher nicht für alle Branchen gleichermaßen relevant, kann aber eine sinnvolle Ergänzung zu den anderen Kanälen der Personalsuche sein. Große Unternehmen, die ständigen Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern haben, sollten sich auf jeden Fall überlegen, ob ein eigener Jobkanal auf Twitter für sie nicht eine sinnvolle Option wäre.

PB: Was sollten Unternehmen dabei aus Ihrer Sicht beachten?

BK: Das wichtigste ist hier der Dialog. Wenn ein Unternehmen einen Jobkanal auf Twitter oder auf einem Blog eröffnet, sollten dort nicht nur einseitig Stellenanzeigen veröffentlicht werden, sondern potentielle Bewerber sollten hier eine Möglichkeit bekommen, Fragen zu der Stelle oder dem Unternehmen allgemein zu stellen. Auch ein Twitterstream ist Unternehmenskultur.

Personalberater-Blog: Frau Panknin, was machen Sie bei ethority?

Sabrina_Panknin_09Sabrina Panknin: Seit Mitte Juli bin ich bei ethority als PR-Managerin tätig.

PB: Wie sind Sie zu ethority gekommen?

SP: Dr. Köhler hat in der Bio von meinem Twitterprofil mein Stellengesuch gelesen, mich über Xing kontaktiert und nachdem ich meine Unterlagen geschickt habe, zu einem Gespräch in die Hamburger Niederlassung eingeladen. Und, wie Sie sehen, war das Gespräch erfolgreich.

PB: Warum twittern Sie?

SP: Wenn ich z.B. einen guten Artikel über ein bestimmtes Thema gelesen habe, habe ich über Twitter eine wunderbare Möglichkeit, andere Leute, die sich auch dafür interessieren, darauf hinzuweisen. Im umgekehrten Fall ist das natürlich genauso. Man folgt Leuten, die im selben Bereich arbeiten und hat so die Chance, voneinander zu profitieren. Und das schnell, einfach und unkompliziert

Man kommt mit Leuten ganz leicht in Kontakt, die man sonst nicht kennen gelernt hatte.

PB: Wie haben Sie Twitter zur Stellensuche eingesetzt?

SP: In meinem ersten Tweet habe ich quasi mein Stellengesuch getwittert und entsprechen gehasht. Und, wie gesagt, stand es auch in meinem Kurzprofil, was jeder neue und alte Follower lesen konnte.

PB: Würden Sie anderen Menschen Twitter grundsätzlich für die Stellensuche empfehlen?

SP: Auf jeden Fall. Gerade in heutigen Zeiten gilt es, jede Möglichkeit auszuloten. Twitter kann im Idealfall ein unglaublich großer Multiplikationsfaktor sein, wie man ihn mit keinem anderen Medium vergleichen kann. Wenn man früher von Vitamin B sprach, um an einen Job zu gelangen, wird man bald vielleicht schon von Vitamin T sprechen (lacht).

PB: Worauf sollten Stellensuchende dabei Ihrer Meinung nach achten?

SP: Sie sollten kurz und prägnant das Gesuch posten und immer einen Link auf ihr Xing-Profil mit angeben, damit Interessenten zusätzlich ausführliche Informationen bekommen. Außerdem sollten sie ihre Follower bitten, dass Gesuch zu re-tweeten.

PB: Vielen Dank an Sie beide, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben!

Über ethority

Die ethority GmbH & Co. KG ist als Full-Service-Anbieter im Bereich Social Media seit über 10 Jahren erfolgreich am Markt tätig und nimmt damit in der Branche die Pionierstellung ein. Zum Kundenstamm gehören über 25% der DAX-Unternehmen sowie Global- und Online-Brands und Mittelständler aus den Bereichen B2C und B2B, die von mehr als 50 ethority-Mitarbeitern von den Standorten Hamburg und München aus betreut werden.

Als Initiatoren der Social Media Clubs Hamburg und München sowie als Gründungsmitglied des AK Social Media im BVDW treibt ethority aktiv die Professionalisierung im Bereich Social Media Marketing voran.

Twitter-Streams:

@furukama (Dr. Benedikt Köhler)
@sabrina_panknin
@ethority


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InSide Job – Facebook App (Anwendung) für die Stellen- und Personalsuche

InSide Job – Facebook App (Anwendung) für die Stellen- und Personalsuche

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Mit InSide Job ist vor kurzem eine neue Facebook-Anwendung für Stellen- und Personalsuche auf den Markt gekommen. InSide Job bietet drei Kernfunktionen:

1.) Insider-Informationen für die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche
2.) Hilfe bei der Stellensuche
3.) Personalansprache über Direktsuche und Stellenpostings

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InSide Job basiert auf der Idee eines karriereorientierten Facebook-internen Netzwerks. Mitglieder gestatten der Anwendung den Zugriff auf ihren beruflichen Werdegang (“Work History”) und können sich dadurch gegenseitig anhand ihrer vergangenen oder gegenwärtigen Arbeitgeber (“Organization”), ihrer Berufsbezeichnung (“Job Title”) und ihrem Arbeitsort (“Location”) finden.

Wer für ein Vorstellungsgespräch vorab Informationen über firmeninterne Arbeitsabläufe oder das Betriebsklima im zukünftigen Unternehmen sammeln möchte, durchsucht das InSide Job-Netzwerk nach Mitarbeitern des Unternehmens am jeweiligen Firmenstandort und bittet diese um Auskunft. Ein Bewertungssystem mit einer Skala von eins bis fünf soll die Qualität der Auskünfte sicher stellen. Die “Beratung” erfolgt allerdings grundsätzlich freiwillig, so dass niemand fürchten muss, eine schlechte Bewertung zu erhalten, nur weil nicht ausreichend Zeit für die Beantwortung einer Anfrage vorhanden ist.

Im Hinblick auf die Hilfe bei der Jobsuche setzt InSide Job auf die in größeren Unternehmen verbreiteten Prämien für die Anwerbung neuer Arbeitnehmer durch eigene Mitarbeiter. InSide Job propagiert hier insbesondere die Idee, die eigenen Mitarbeiter zu Botschaftern des Unternehmens zu machen (was natürlich wenig verwunderlich ist).

Arbeitgeber haben zwei Möglichkeiten, InSide Job zu nutzen. Erstens können Sie über die Suchfunktion eine Direktsuche durchführen und geeignete Kandidaten anschließend kontaktieren. Zweitens können sie für den Betrag von 10$ Stellenanzeigen mit einer Laufzeit von 30 Tagen im InSide Job Netzwerk schalten.

InSide Job schafft erstmals die technische Voraussetzung dafür, Facebook jenseits von Firmen-Fanpages für ein effektives Recruiting einzusetzen. Auch wenn die Zahl der Nutzer derzeit sehr klein ist und es noch eine Weile brauchen wird bis eine ausreichend starke Nutzerbasis der Anwendung praktischen Nutzen verleiht, verdient InSide Job im Hinblick auf die begrenzten Einsatzmöglichkeiten von Facebook für die Personalsuche bereits jetzt den Respekt der Online-Recruiter.

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Gut gedacht, schlecht gemacht: www.keinen-job-verpassen.de

Gut gedacht, schlecht gemacht: www.keinen-job-verpassen.de

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Unter dem Titel„Keinen Job verpassen” – Bewerberservice à la carte präsentiert die Stellenbörse Stellenanzeigen.de auf der neuen Webseite www.keinen-job-verpassen.de nach eigener Aussage ein breites Spektrum von Suchmöglichkeiten und innovativen Tools und Techniken, die Bewerber für sich arbeiten lassen können.

kein-job-verpassen-original

Zugegeben, die hübschen Kreise mit Überschriften wie RSS-Feed, SMS-Service, Widget, Gadget, Plugin, Mobil, Jobs per E-Mail sehen auf den ersten Blick sehr viel versprechend aus. “Endlich”, dachten wir uns, “passt sich zumindest einer der vom Aussterben bedrohten Dinosaurier :)   den geänderten Umweltbedingungen an”. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich das vollmundige Versprechen “Keinen Job verpassen” jedoch leider als Mogelpackung.

Aber gehen wir die angebliche Suchpower Punkt für Punkt durch:

Jobs per E-Mail

Kritik:

Keine wirklich neue Erfindung. Kann allerdings nützlich sein, wenn sie denn tatsächlich sinnvoll funktioniert. Beim Klick auf den entsprechenden Kreis landen Sie in einer  mit Auswahlmöglichkeiten überladenen Maske, die übrigens in der selben Form über die normale Seite von Stellenanzeigen.de abrufbar ist. Haben Sie sich dadurch gekämpft, erhalten Sie nun Jobs per E-Mail und das ganze 2 Mal pro Woche. Verlassen Sie sich auf diesen Dienst, erfahren Sie von vielen der Jobs mit einigen Tagen Verspätung und sind den tüchtigeren Bewerbern hinterher. Als nicht registriertes Mitglied bekommen Sie gar keine E-Mails. Bei einem auf Web 2.0 getrimmten Angebot sollte eine Registrierungspflicht ein No-Go sein.

Vorschlag:

Den Nutzer entscheiden lassen, wie oft er solche E-Mails erhalten möchte. Die Maske vereinfachen. Nutzung nach einer E-Mail Validierung auch für nicht registrierte Nutzer  ermöglichen. Was hat eine Jobbörse zu verlieren, wenn mehr Bewerber bequemen Zugang zu den Anzeigen haben?!

Widget/Gadget

An sich eine gute Idee. Dadurch, dass man nicht gezwungen ist, die Seite der Jobbörse aufzurufen, wird die Suche etwas erleichtert.

Vorschlag:

Das Problem beim Desktop Widget/Gadget ist, dass es offenbar systemabhängig ist (Mac- und Linux-Nutzer können die Tools nicht nutzen). Weiterhin, muss man den Desktop immer im Auge behalten, sprich zwischen z.B. Browser und Desktop hin und her schalten. Eleganter wäre eine Browser-Sidebar-Lösung, sprich die Einbindung des Gadgets mit aktuellen Anzeigen zu einer Suche als Teil des Browserfensters. Dies hätte den Vorteil, dass das Umschalten weg fällt und sich bei einer browserbasierten Lösung auch Systemunabhängigkeit gewährleisten lässt.

Mobil

In diesem Blog haben wir bereits darauf hingewiesen, dass es für Stellenanbieter an der Zeit ist, die Kompatibilität ihrer Webseiten mit mobilen Geräten zu überprüfen. In dem vorliegenden Fall wurde der erste Schritt getan. Es gibt eine mobile Version der Jobbörse.

mobile1


Kritik:

Leider geht dieser Schritt nicht weit genug. Eine Online-Jobbörse ohne Suchfeld, die von ihren Besuchern verlangt, sich mit mobilen Endgeraten mühsam durch Jobverzeichnisse zu klicken ist seltsam. Eine Beschleunigung der Jobsuche findet hier nicht statt.

Vorschlag:

Alle Punkte auf dem Bildschirm durch ein einziges Suchfeld mit Eingabevorschlägen ersetzen.

SMS-Service

Wäre es nicht toll, passende Stellenangebote sofort per SMS zu bekommen. Egal, wo man sich gerade aufhält (man kann ja nicht 24 Stunden online sein). Die Jungs von Aushilfe-Direkt.de haben vorgemacht, dass das geht und zwar ohne langwierige Anmeldeprozeduren.

Stellenanzeigen.de zeigt dagegen, dass man neue Methoden auch zur Verkomplizierung der Stellensuche einsetzen kann.

Kritik:

Hier bekommen Sie keine JOBs per SMS. Sie! schicken eine SMS mit der ID einer Kurzanzeige aus der Tageszeitung an den “Karriereservice” von Stellenazeigen.de und erhalten die vollständige Stellenanzeige auf Ihre E-Mail Adresse. Innovativ?! So verpassen Sie nicht nur Ihren nächsten Job, sondern den ganzen Tag, den Zug, oder was auch immer.

sms-service

Vorschlag:

Wenn man sich als Online-Jobbörse nicht von Zeitungen trennen kann und dennoch beim Mobile-Recruiting vorne mit dabei sein möchte, könnte man QR-Codes (mit weiteren Infos) in die Printanzeigen einbauen.

Such-Plugin

Gut.

RSS-Feed

Gut.

Lebenslauf

Alter Hut. Hier versteckt sich die Weiterleitung auf die klassische Bewerberdatenbank von Stellenanzeigen.de.

Kritik:

Wie bei den meisten Jobbörsen der ersten Generation stellen Sie Ihren Lebenslauf nicht wirklich online, wenn Sie sich registrieren. Sie landen in einer geschlossenen Datenbank. Diese Datenbanken sind undurchlässig wie Fischkonserven. Stellenanzeigen-Sardinen.de, Monster-Sprotten.de, Jobscout-Karpfen.de usw. Entscheiden Sie sich für eine der Dosen, kann Ihr Lebenslauf nur von den Liebhabern dieser “Sorte” gefunden werden. Was aber wenn Ihr Traumarbeitgeber unter den hunderten von Angeboten eine andere Sorte bevorzugt?!

Vorschlag:

Jobbörsen, macht die Datenbanken auf (von außen durchsuchbar) oder lasst zumindest die Kandidaten entscheiden, ob sie das wollen, so wie XING & Co., das tun. Sonst habt Ihr keine Chance!
Stellensuchende, meldet Euch nicht in geschlossenen Datenbanken an, es ist häufig die Zeit nicht wert!

Last but not least

Es ist von “nicht verpassen” und Geschwindigkeit die Rede. Warum nutzt Stellenanzeigen.de dann nicht Twitter, das bis dato schnellste soziale Medium? Ruft uns an, wir zeigen euch wie es geht :)

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NEU: Jobtweet mit Widget & Stellengesuchen bei Twitter

NEU: Jobtweet mit Widget & Stellengesuchen bei Twitter

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Heute gibt es gleich drei spannende Neuerungen von unserem Projekt Jobtweet.de zu vermelden.

1. Mit einem eigenen Search Plugin für Firefox und Internet Explorer gestaltet sich die Nutzung von Jobtweet noch einfacher. Das Plugin lässt sich im Handumdrehen über die Jobtweet Seite oder über addons.mozilla.org installieren. Der Vorteil ist, dass man bequem aus dem eigenen Browser heraus nach Jobs bei Twitter suchen kann, ohne zuerst die Jobtweet.de Seite aufrufen zu müssen.

twitter-jobsearch-plugin

Das Plugin, das gleich in vier Sprachen verfügbar ist, wurde von den Mozilla Moderatoren nach der Prüfung veröffentlicht und genießt von Beginn an reges Interesse. So wurde innerhalb weniger Tage z.B. die deutsche Version bereits 213 und die englische gar 409 Mal installiert. Diese positive Resonanz freut uns sehr.

2. Das JobTweet Widget ist die zweite Neuerung im Bereich Nutzerfreundlichkeit. Wenn Sie Jobtweet nützlich finden, und eine Webseite oder ein Blog betreiben, können Sie Ihren Besuchern nun die Möglichkeit geben, von Ihrer Seite aus nach Jobs bei Twitter zu suchen.

twitter-widget

Wir hoffen stark, dass dieses Widget dazu beitragen wird, auch Menschen auf die Möglichkeit der Jobsuche bei Twitter aufmerksam zu machen, die noch nicht twittern. Das Widget kann hier abgeholt werden.

3. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die heute schon daran glauben, dass Twitter für die Stellensuche verwendet werden kann, werden Sie hoffentlich unsere dritte Neuerung mit uns gemeinsam ausprobieren wollen. Neben der eigentlichen Jobsuche hilft Jobtweet ja bereits Stellenanbietern, ihre Stellenanzeigen bei Twitter zu platzieren. Der nächste logische Schritt war die Veröffentlichung von Stellengesuchen.

Einige Twitter-Nutzer teilen über ihre eigenen Accounts mit, dass Sie auf Jobsuche sind. Dies geschieht jedoch oft in einer unstrukturierten Form, die das Finden solcher Gesuche durch Dritte fast unmöglich macht. Das wollen wir ändern.

In der neuen Rubrik “Stellensuchende” geben wir ab jetzt Twitter-Nutzern und Nicht-Nutzern die Möglichkeit, einfach und kostenlos Stellengesuche bei Twitter zu veröffentlichen. Alles, was Sie dazu tun müssen, ist ein kurzes Formular auszufüllen (siehe Bild unten). Den Rest, wie Optimierung (Hashtags/Keywords) und Veröffentlichung, übernehmen wir.

Dieser neue Service befindet sich in einer öffentlichen Beta-Phase. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit Ihrem Stellengesuch, Kommentaren und Vorschlägen dabei helfen, seine optimale Ausgestaltung zu finden.

twitter-stellengesuch

“Gift box” – Vorschaubild

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Microblogging Namenssuche (Twitter, Friendfeed, Identi.ca)

Microblogging Namenssuche (Twitter, Friendfeed, Identi.ca)

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Mit dieser Suchmaschine können Sie mit einem Klick nach Namen Ihrer Freunde, Kollegen, Bewerber, Konkurrenten usw. bei den drei Microblogging Plattformen, Twitter.com, Friendfeed.com und Identi.ca suchen. Eine Mitgliedschaft ist dazu nicht notwendig. Das Tool dient im Grunde der Zeitersparnis. Bedenken Sie bitte, dass nicht alle Nutzer bei der Anmeldung ihre echten Namen angeben. Bei Namen, die Umlaute enthalten, ist ein Versuch mit der alternativen Schreibweise (ae, oe, ue) zu empfehlen. Freuen uns auf Feedback. Viel Spaß.

Microblogging Namenssuche/Namesearch (beta): (Bsp: Alexander Fedossov)





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Online-Lebenslauf mit Lebenslauf-Online.de

Online-Lebenslauf mit Lebenslauf-Online.de

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Wie bereits an der einen oder anderen Stelle hier im Blog erwähnt, halten wir das Onlinestellen von Lebensläufen  für eine sehr sinnvolle Maßnahme im Rahmen des Bewerbungsprozesses. Zu beachten ist dabei, dass es durchaus einen Unterschied machen kann, wo und wie ein Lebenslauf veröffentlicht wird. Soziale Netzwerke, Lebenslaufdatenbanken oder eigenes Blog bzw. eigene Internetseite haben jeweils ihre Vor- und Nachteile. Insbesondere bei der Indizierbarkeit (Erfassung durch Suchmaschinen wie Google) und Zugänglichkeit für Personalsuchende gibt es Unterschiede, die berücksichtigt werden sollten.

Bei der Suche nach einem deutschsprachigen Angebot, das möglichst viele Vorteile vereint und Nachteile ausschließt sind wir neulich auf das jüngste Kind der Betreiber der Stellenbörse Stellenmarkt.deLebenslauf-Online.de aufmerksam geworden. Die Plattform bietet die Möglichkeit, schnell und ohne technische Vorkenntnisse einen Lebenslauf zu erstellen, der auf Wunsch für Google und Co. sichtbar gemacht, also online veröffentlicht, werden kann. Darüber hinaus kann der Lebenslauf in eine PDF-Datei umgewandelt werden und offline gespeichert oder direkt per E-Mail versendet werden.

Der Dienst ist für Bewerber kostenlos, was nach Aussage des Betreibers auch zukünftig so bleiben soll. Ein Blick in die AGB lässt vermuten, dass die Kontaktaufnahme für Personalsuchende in Zukunft kostenpflichtig sein wird, was wir nicht so toll finden würden ;-) . Warten wir ab, für welches Preismodell sich die Betreiber entscheiden. Im Moment enthalten die PDF-Versionen der veröffentlichten Lebensläufe allerdings die vollständigen Kontaktdaten.

Lebenslauf-online.de scheint kurz vor dem Start zu stehen. Die Zahl der Lebensläufe liegt derzeit, abgesehen von ein paar Mustermanns, bei Null. Das sollte jedoch niemanden abschrecken. Die Plattform ist, wie gesagt, an Stellenmarkt.de angeschlossen, was nach dem Start mit Sicherheit für hohes Interesse seitens der Personalsuchenden sorgen wird. Auf der anderen Seite legen die Betreiber im Vergleich zu den meisten anderen Stellenbörsen und Profildatenbanken hohen Wert auf die Suchmaschinenoptimierung ihrer Inhalte. Für Bewerber ist das ein klarer Vorteil.

Verglichen mit amerikanischen Angeboten, wie VisualCV.com oder Emurse.com ist Lebenslauf-Online.de noch nicht ganz “State of the Art”. Die Kombination aus Indizierbarkeit und Einfachheit ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung.

lebensluaf-erstellen

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Online-Reputation mit Ambiently prüfen

Online-Reputation mit Ambiently prüfen

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Gestern wurde bei ReadWriteWeb eine interessante Suchanwendung vorgestellt. Hinter der auf den ersten Blick unscheinbaren Seite von Ambiently.com versteckt sich nach eigener Definition eine “web discovery engine”, eine “Web-Entdeckungs-Maschine”. Diese Anwendung funktioniert anders als gewöhnliche Suchmaschinen mit Suchfeldern, Sucheingaben und Millionen von nützen aber auch unnützen Suchergebnissen.

Mit einem Klick auf den Ambiently Button in Ihrem Browser wird die Internetseite, auf der Sie sich gerade befinden, mit Hilfe von Ambietly zu einer kleinen automatischen spezialisierten Suchmaschine. Die Inhalte und Verlinkungen der Seite werden analysiert, um anschließend inhaltlich verwandte und relevante Seiten zu lokalisieren. So “surfen” Sie quasi bequem entlang eines bestimmten Themas – “Themensurfen”. Spannend!

Was hat das jetzt mit Personal zu tun?!

Beginnt man seine Reise auf einer Internetseite mit genügend persönlichen Informationen (z.B. Profil im sozialen Netzwerk) “surft” man mit Ambiently entlang der digitalen Fußabdrücke einer Person. Bei den Tests der Anwendung haben wir festgestellt, dass die gelieferten Information bzw. Links meistens wesentlich umfangreicher als bei den bereits seit längerer Zeit bekannten Personensuchmaschinen ausfallen.

Ambiently erweitert aus unserer Sicht eindrucksvoll die Möglichkeiten, sich schnell ein Bild über eine im Netz aktive Person, ob Kandidat oder zukünftiger Chef, machen zu können (Onlinereputation). Ob das so beabsichtigt war?! :)

Im folgenden Tutorial  wird ganz kurz gezeigt, wie das Tool funktioniert.

Posted in Bewerbung & Karriere, Personalberatung, Personalsuche, Trends & ToolsKommentare (4)

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